6. September 2019

Der Abschluss der Literaturtage geht zum ältesten Epos eines Heimkehrers, dessen Irrfahrten eine Rückkehr zur Suche nach der Heimat und Herkunft machen. Hanns Zischler führt durch seine Lektüre der Odyssee und wirft dabei Schlaglichter auf einige besondere Figuren und Stimmen. Joseph Zoderer, Nestbeschmutzer und Heimatautor Südtirols, trägt einen alten Text zum Thema vor.

5. September 2019

Esther Kinsky und Martin Pollack kennen die Gegenden Polens und die Spuren des alten Galizien, sie kennen Randzonen und Provinzen,  die Grenzen und Geschichten von Regionen, die durch Nationalismen gekennzeichnet sind und "kontaminierte Landschaften" zeichnen. Esther Kinsky, skrupulöse Denkerin der Übergänge, stellt einen für Lana geschriebenen Essay zur Heimat vor und Martin Pollack seinen eben erschienenen Roman.

4. September 2019

Wie knüpft sich das Heimatgefühl an ein Land, das es nicht mehr gibt, das aber durch Krieg und Zerstörung immer noch in den Köpfen wütet, auch in denen der Generationen später? Melinda Nadj-Abonji, die in der Schweiz lebt, und Zoltán Danyj, der ungarischen Minderheit Serbiens zugehörig, kommen aus der Vojvodina, die vielen Volksgruppen Heimat ist, während Roberta Dapunt von einem dreisprachigen Land in den Bergen redet.

24.04.2019

Das Eidechsenkind ist in Italien daheim und im Gastland zu Hause. Hier muss es sich verstecken: unter der Kredenz, im Schrank, in der Abstellkammer. In Ripa hingegen rennt der Junge wie alle Kinder dem Ball hinterher, jagt draußen den Wespen nach, gleitet von einer Umarmung in die andere. Dort, bei Nonna Assunta, wo ein Haus darauf wartet, fertig gebaut zu werden.

23.04.2019

Kinder sind kein Thema für Andrea. Sie hat einen Job, der okay ist. Sie führt seit vielen Jahren eine Beziehung mit Georg, die okay ist. Jedes Jahr verbringen sie einen netten Urlaub in Jesolo. Was die Zukunft betrifft, will Andrea sich nicht festlegen, aber Georg will ein Fundament für ein gemeinsames Leben. Doch als sie aus dem gemeinsamen Urlaub zurückkommen, ändert sich alles.

04.04.2019

2008 veröffentlicht Paul Schwedenreiters Heimatgemeinde Stumpf eine Ortschronik. Sie bezeichnet die Wehrmachtsdeserteure des Ortes als gefährliche Landplage. Als Retter des Ortes kürt die Chronik einen SS-Mann. In Stumpf hat die Zeit nicht geheilt. In Stumpf vergeht die Vergangenheit nicht. In Stumpf wird die Vergangenheit mit den Jahren bösartiger.

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