Swetlana Alexijewitsch, 1948 in der Ukraine geboren und in Belarus aufgewachsen, arbeitete als Reporterin. Über die Interviews, die sie dabei führte, fand sie zu einer eigenen literarischen Gattung, dem dokumentarischen Roman in Stimmen. Beispiele dafür sind Der Krieg hat kein weibliches Gesicht (1985,) Zinkjungen (1992), Die letzten Zeugen. Kinder im Zweiten Weltkrieg (1989) oder Secondhand-Zeit (2013). Ihre Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, ins Deutsche von Ganna-Maria Braungardt, und mit zahlreichen Preisen bedacht, u.a. 1998 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, dem polnischen Ryszard-Kapuscinski-Preis 2011 oder dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013. 2015 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.
Swetlana Alexijewitsch
