Farhad Showghi

 

Es ist hier Wasser. Fließend nirgendwo anders als hier.

Ganz nach Belieben fremdgeht den Händen, silbrig zum

Beispiel mit anderer Obhut, ohne Stütze und Schlaf, sich

verzettelnd am Ende im eigenen Prasseln, also offen für

die nächstbeste Bitte um Geduld: Hat geradezuwaschen

eine Durchquerung der Luft

 

 

Flaches Land. Eine Handbewegung ist in der Luft, ein Mehrsein

und Verteilen. Das Ähneln der Windfänger auch, der hinaus-

gezögerten Schlafanfänge. Und schließlich das Wetter. Einstweilig

hat die Fernwirkung eine Reichweite und zwei Maulesel bekommen. Einstweilig. Wie die Wüste durch ihr weites, natürliches Dahinter

besticht. Wir sollten noch einen nächsten Gedanken fassen. So

niedrig am Boden führt die Straße ihren Zweck. Die Hitze ist höher.

Hat ganze Stunden mit Türen verwechselt. Und wir können von

den Händen aus über die Arme die Schultern denken, vielleicht

das Hemd, in dieser Größe Umgang haben mit dem Körper selbst.

 

Farhad Showghi

Aus: Verortung. Hrg. von Robert Huez und Christine Vescoli; Lana, 2010