Als der Ladenbesitzer Mózsi von der Zwangsarbeit ins Dorf zurückkehrt, hat er keine Ähnlichkeit mehr mit einem Juden. Er wird nie wieder einen schwarzen Kaftan tragen. Auch kein weißes Hemd. Er fragt nicht, wohin seine Ware sich verflüchtigt hat: „Aus dem Haus sind die Möbel verschwunden, aus den Regalen die Bücher, aus den Herzen das Erbarmen."
In diesem Dorf wächst Jahrzehnte später ein Junge auf, der Erzähler des Romans. Früh lernt er, wie man Tiere tötet und sich mit halberfrorenen Fingern die Fußlappen bindet, was es heißt zu frieren, zu hungern und von den Leuten im Dorf voller Misstrauen betrachtet zu werden. Die Eltern sind keine Bauern, sondern Menschen, die „Fremdengeruch" umgibt. Sie kommen anderswo her, genauso wie der Zigeuner Messias, der den Bauern das Plumpsklo entleeren muss. Doch wer sind sie? Juden? Aus Rumänien vertriebene orthodoxe Christen? Ruthenen? Warum werden sie ausgegrenzt?

 

 

© Literatur Lana, Verein der Bücherwürmer,  Impressum, Privacy, P.Iva: 91000470210