Über Literatur Lana

Literatur Lana baut mit dem Verein der Bücherwürmer seine Haltung und sein Programm auf einer langjährigen Geschichte, in der die erwartungsvolle Begegnung mit Autorinnen und Autoren im Mittelpunkt steht und mit ihr die Erkundung von poetischer Sprache. Dabei ist das konzentrierte und gegenwärtige Hören auf Dichtung ebenso literarisches Ereignis wie das Sprechen über das Gedicht und den Text. So versuchen die Abende von Lana, recht unbekümmert um betrieblichen Eifer und unbeirrt in beständiger Befragung literarischer Zusammenhänge, in der Zuwendung zu den künstlerischen Möglichkeiten des sprachlichen Ausdrucks Erfahrungen des Lesens (des Lebens?) zu eröffnen und zu öffnen.

Dieses Bemühen knüpft Literatur Lana an Lesarten, die in der Sprache das literarische Geschehen orten und Sprache  in der Grammatik des poetischen Denkens, der Anschaulichkeit und der Wahrnehmung aufspüren, sie in der Archäologie der Phantasie und der Erinnerung, aber auch der Sprach- und Literaturgeschichte selbst begründen. Insofern verknüpfen sich die Veranstaltungen und Projekte, die sich über die Jahre in und um Lana sammeln, im unnachgiebigen Interesse eines geschärften Sprach- und Wahrnehmungsbewusstseins, vielleicht auch in einem Bedürfnis, die Gegenwart durch Sprache zu bekräftigen. 

Aus der über 30 Jahre alten Geschichte der Bücherwürmer hat sich eine mehrfache Veranstaltungstätigkeit etabliert. Dazu gehören die Lesungen und Präsentationen von deutschsprachigen und internationalen Neuerscheinungen, Vorträge und Gesprächsabende, die übers Jahr im Rahmen von monatlichen Einzelveranstaltungen stattfinden, Hommagen, Reihen oder Schwerpunkte, die sich in Zusammenspiel von Positionen und Stimmen einem Aspekt, einer Autorin oder einem Autor, einem Land oder einer Sprache annähern. 

Darüber hinaus gibt es die traditionsreichen Literaturtage Lana, die pünktlich im Spätsommer tagen und sich an vier Tagen Ende August weniger im Usus eines spektakulären Festivals als viel eher in geselliger und gesprächiger Vertiefung einem dezidierten Thema widmen.

Einen weiteren Inhalt bildet der N.C Kaser-Lyrikpreis, der alle zwei Jahre einer Dichterin oder einem Dichter vergeben wird und ein Werk würdigt, das nicht der Gefälligkeit oder dem Betrieb der Aktualität folgt, sondern einer Eigenwilligkeit, die dichterisch unbekannte Verbindlichkeiten erprobt und eingeht. 

Schließlich vergibt der Verein der Bücherwürmer das Literaturstipendium Lana an junge Dichterinnen und Dichter, Übersetzerinnen und Übersetzer, Literaturwissenschafterinnen und -wissenschafter, denen in Lana ein Aufenthalt von vier Wochen gewährt wird und ein Honorar für eine kurze Weile des ausschließlich literarischen Arbeitens in Lana zusteht. 

Literatur Lana hat seinen Sitz im kultur.lana am Hofmannplatz in Lana, wo in der Regel auch die Abendveranstaltungen stattfinden. Darüber hinaus pflegt die Institution immer wieder die Praxis eines unternehmungsfreudigen Nomadenlebens und sucht für ausgewählte Lesungen und Begegnungen Orte außer Haus auf. So finden die Literaturtage Lana am Schallerhof in der Vill statt, die Verleihung des N.C. Kaser-Lyrikpreises ist seit Jahren im Mountain Resort auf dem Vigiljoch beheimatet und regelmäßig bieten Kunst Meran, der Filmclub in Bozen oder der Salon im Ottmanngut von Meran einen guten Raum für Literatur.

Der Vorstand des Vereins, der 1980 gegründet wurde, wird alle zwei Jahre gewählt und besteht derzeit aus folgenden Mitgliedern: 

Präsident: Prof. Dr. Elmar Locher

Vizepräsident: Klaus Hartig

Revisor: Peter Kofler

Beirat: Cristina Busin, Christine Kofler, Josef Oberhollenzer und Nina Schröder 

Geschäftsführung und Programmleitung liegen bei Christine Vescoli, als regelmäßige Mitarbeiterin gestaltet Theresia Prammer die Literaturtage Lana sowie einzelne Schwerpunkt mit. 

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