N.C. Kaser, Elmar Locher und Herbert Grassl

25.08.2009, 19:00

Elmar Locher und Herbert Grassl

»... bald ist mir nimmer kalt«

Eine Rede und 12 Lieder zu N.C. Kaser
am 25.August 2009 um 19.00 Uhr
in der Markuskirche in Laas

Es singt Andrè Schuen und spielt Philipp Lamprecht am Schlagzeug

 

N.C. Kaser

Geboren am 19. April 1947 in Brixen, wuchs Kaser in Bruneck auf. Nach kurzer Zeit im Kapuziner Kloster Studium der Kunstgeschichte in Wien; ab 1970 Aufenthalt in Norwegen und Reisen u.a. nach Barcelona, Rom, Apulien, Tunesien und Venedig. Nach Abbruch des Studiums Unterricht in Bergschulen Südtirols, Publikationen von Gedichten und Prosa in diversen Zeitschriften und Anthologien, literarische Auftritte in Südtirol, Innsbruck und Wien; Beitritt zur KPI und Austritt aus der Katholischen Kirche. Kaser starb am 21. August 1978.
Werke: »Band 1: Gedichte.«; »Band 2: Prosa.«; »Band 3: Briefe.« (alle im Haymon Verlag); »Norbert C. Kaser: jetzt mueßte der kirschbaum bluehen. Gedichte, Tatsachen und Legenden. Stadtstiche.« (1991); Hans Haider (Hrg.): »Das Kaser-Lesebuch« (1993); Christian Pixis (Hrg.): »es bockt meine herz« (1993); Christine Riccabona und Benedikt Sauer (Hrg.): »norbert c. kaser« (1998); Raoul Schrott (Hrg.): »N.C. elementar« (2007).

P R O G R A M M

19.00 Uhr
Elmar Locher:
Laas 2009, Brixen 1969: »ich ging aus dem feld / ein bißchen ging wind / ich ging« (n.c. kaser, 1968)

20.00 Uhr
Uraufführung von Herbert Grassl:

»... bald ist mir nimmer kalt.« 12 Lieder nach Gedichten von N.C. Kaser für Singstimme und Schlagzeug


I. bald
II. der rosemarie den wind
III. sehnsucht
IV. als sturm will ich ueber deinen koerper fliegen
V. dein ewig junger tod (aus bittrer Winter)
VI. am graben
VII. la tua terra
VIII. den zehnten tag bereits
IX. der wind treibt den schnee
X. in den pappeln die krah
XI. die laerche
XII. ich krieg ein kind
-

Es singt Andrè Schuen, Philipp Lamprecht spielt das Sclhlagzeug

Herbert Grassl zu den Liedern zu N.C. Kaser:

»Die Gedichte Norbert C. Kasers machen mich sprachlos. Lediglich mit Musik kann ich eine Annäherung
versuchen: Positionen festlegen, Räume ausfüllen oder versuchen, die Leere zu erfühlen:
gerne waer ich eine laerche
muesste nicht trinken
nix rauchen
nicht mich brauchen zu bewegen
nur bewegen lassen...
Ich begebe mich damit auf eine Reise, eine Winterreise – vielleicht auf den Frühling verschoben – aber mit
geplantem, unwiderruflich festgesetztem Ende: »...bald ist mir nimmer kalt & ich bei dir«.
Dieses Stück steht in der Tradition der romantischen Lieder-Zyklen. Allerdings wird der übliche Klavierpart
durch einen Schlagzeugpart ersetzt, durch den eine klanglich wesentlich erweiterte, differenzierte »Begleitung
« ermöglicht wird. Dabei wird auch der Klang des Schlagzeugparts durch besondere Spielarten und Kombinationen
(z.B. mit Kontrabassbögen), sowie durch zusätzliche Klangobjekte noch wesentlich erweitert.
Fallweise hat auch der Sänger zusätzlich Instrumente zu spielen. Den beiden Musikern wird dadurch eine
außergewöhnliche Virtuosität abverlangt.«