Zur Eröffnung der Kulturtage Lana 09 stellt Herta Müller ihren neuen Roman „Atemschaukel" zum ersten Mal vor. Im Roman hat die rumäniendeutsche Schriftstellerin, die seit 1987 in Berlin lebt, zusammen mit dem 2006 verstorbenen Lyriker Oskar Pastior die Deportation von Rumäniendeutschen in die Sowjetunion 1945 bis 1950 rekonstruiert. Oskar Pastior selbst musste als 19jähriger fünf Jahre Zwangsarbeit in ukrainischen Bergwerken leisten. Der gemeinsam entstandene Text, der auf eine in Lana geborene Idee von Herta Müller und Oskar Pastior zurückgeht, hat Herta Müller jetzt alleine zu Ende geschrieben. Das Ergebnis ist ein grandioser Roman mit einer fiktionalen Geschichte, die sich am konkret Erlebten orientiert.
Ein Monat, nachdem Herta Müller die Kulturtage 2009 eröffnet hatte, wurde sie mit dem Nobelpreis für Literatur 2009 ausgezeichnet.