PROGRAMM
11.00 Uhr - im Hof der Werkbank
Eröffnung mit Dr. Heinrich Wolf, Dr. Armin Gatterer, Bürgermeister Dr. Harald Stauder,
Altbürgermeister Christoph Gufler
Begrüßung: Elmar Locher und Christine Vescoli
Festrede: Hans Jost Frey
Büffet
15.00 Uhr
Elmar Locher: H C Artmann: Verrückt nach Sprache
15.30 Uhr
Präsentation der Anthologie Verortung. Texte und Positionen zu dreißig Jahre Lana und Literatur (Hrg. von Robert Huez und Christine Vescoli) mit: Elfriede Czurda, Eleonore Frey, Joseph Zoderer
16.30 Uhr
Brigitte Mahlknecht: Aus dem Fingerhut gelesen. Mit Begleitung des Stückes Naturgesang von Wolfgang
von Schweinitz
17.00 Uhr
Gundi Feyrer und Anselm Glück
18.00 Uhr
Ferdinand Schmatz: quellen (Haymon 2010)
19.00 Uhr - Buchladen Lana
Oswald Egger: Die ganze Zeit (Suhrkamp 2010)
20.00 Uhr
Konzert mit Helga Plankensteiner Trio
Dazu gibt es Bier, Wein und eine Spaghettata
Ein Bücherflohmarkt begleitet das Fest
Besonderer Dank gilt der Marktgemeinde Lana, dem Altbürgermeister Christoph Gufler, dem Österreichischen Bundesministerium, der Südtiroler Landesregierung, Amt für Kultur, der Raiffeisenkasse Lana, dem Vigilius Mountain Resort, der Familie Stauder vom Hotel Teiss und der Familie Biasi vom Oberwirt
Vor 30 Jahren wurde in Lana der Verein der Bücherwürmer gegründet. Seither ist das Dorf im Etschtal ein Ort, an dem Poesie und ein Denken über Sprache ermöglicht und ausgetauscht werden, an dem Literatur geschieht.
Das bedeutet ein Hören auf die Sprache, ein Wahrnehmen der Differenzen und der Vertracktheiten, ein Nachgehen der Sprache nach ihren Herkünften, nach ihren Läufen und Irrläufen, nach ihren Umwegen und Umständen, ohne Absicht und ohne Zweck.
So ist Lana mit den Bücherwürmern vielleicht zu einem bemerkbaren, auch überraschenden, zuweilen unberechenbaren Punkt auf der Landkarte der Literatur geworden, der Dichter, die in ihrem Tun einsam der Sprache nachgehen, an einem abseitigen Ort versammelt und sie für eine kurze Weile im Gespräch beisammen hält. Und während vielfach Gemeinplätze so eilig und eitel Kulturwelten bauen, dass Gewolltes und Gemachtes mit einem Versprechen und Behaupten auch schon zu Ende sind oder vorbei, seien in Lana dem literarischen Wort stilles Gehör und ein offener Raum geschenkt. Dann vielleicht kann ein Denken des poetischen Sprechens in die Zeit gehen und wieder und wieder bringen, was uns von ihr bleibt.
Was sich an Begegnungen in Lana ereignete, hat sich vielfach weiter getragen und bewegt. So, wie es etwas hinterlassen und dem Ort gegeben hat, hat es oft auch etwas mit genommen und in ein Sprechen und Weitersprechen befördert, manches und mancher ist aufgetaucht und wieder gekehrt und hat, auch fremdelnd, etwas aufgefunden, was da- und dorthin erinnert. Und wenn das passiert, dann verorten sich möglicherweise Stimmen, die auch in Lana gehört wurden, da und dort wieder, an einem nächsten Ort und in einem nächsten Wort im Gedicht, im Erzählen und im Gespräch.
Wie nun, wenn nicht als wiederholt versuchte Verortung des Worts wollte sich das literarische Projekt von Lana vorstellen und sein 30-jähriges Bestehen feiern?
Die Bücherwürmer wollen das mit einem literarischen und geselligen Fest tun und laden Sie alle dazu ganz herzlich ein!